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Speichern, filtern und versickern.
Neue Wege für das Regenwasser.
Seit 22. März 2006
Regenwasser ist ein kostbares Gut, denn die Grundwasserreserven Berlins
werden durch versickerndes Regenwasser aufgefüllt. In Ballungsräumen
wie Berlin, ist ein schonender und nachhaltiger Umgang mit den Wasserressourcen
lebenswichtig, da gerade hier die Grundwasserneubildung durch den hohen
Versiegelungsgrad in der Stadt beeinträchtigt wird.
Die aktuelle Sonderausstellung des Museums widmet sich dem Thema des
neuen Umgangs mit Regenwasser und der strategischen Neuorientierung auf
diesem Gebiet.
Es ist heute weitläufig ein noch unbekanntes aber zukunftweisendes
Thema.
Während Schmutzwasser durch die Optimierung der Kläranlagen
der Berliner Wasserbetriebe hochwertig geklärt wird - der Phosphoreintrag
in die Berliner Gewässer wurde in den letzten 15 Jahren um mehr als
80 Prozent reduziert, der von Ammoniumstickstoff sogar fast völlig
- muss in den nächsten Jahren das Hauptaugenmerk auf die nachhaltige
Behandlung von Regenwasser gerichtet werden. Denn durch direktes Einschwämmen
von Straßenschmutz aus der Mischkanalisation bzw. durch überlaufende
Mischkanäle bei Wolkenbrüchen gelangen heute mehr Nähr-
und Schadstoffe in die Berliner Flüsse als aus den Abläufen
der Klärwerke.
Lange Zeit lag der Schwerpunkt auf das Abführen und Reinigen des
Regenwassers in den Klärwerken. In den letzten Jahren wurden neue
Technologien zur Versickerung des Regenwassers entwickelt und entsprechende
Anlagen gebaut.
Sie werden wesentlich dazu beitragen, das Regenwasser von stark verschmutzten
Straßen in Regenklärbecken und Bodenfiltern von Schadstoffen
zu befreien, bevor es in die Berliner Gewässer fließt.
Seit 1990 haben die Berliner Wasserbetriebe rund 70 Millionen €
investiert, um in Misch- und Trennsystemen zusätzliche Regenwasserbehandlungsanlagen
zur Entlastung der Gewässer zu installieren. Dazu gehören unter
anderem Mulden-Rigolen-Systeme, Sicker-, Speicher- oder Klärbecken,
Bodenfilter, Gründächer, Computer-Gesteuerte Wehre in Kanälen
und schwimmende Speicherinseln für Mischwasser.
Diese Anlagen, die entweder schon existieren wie z.B. auf dem Wista-Gelände
in Adlershof und am Biesdorfer Baggersee oder in den nächsten Jahren
gebaut werden, kann der Besucher im Modell, im Foto oder als Grafik mit
den entsprechenden Informationen wieder finden.
Die Ableitung und Reinigung des Regenwassers von öffentlichen Straßen
und Plätzen ist, anders als die Trinkwasserversorgung, eine Aufgabe
des Landes Berlin, das damit im Rahmen seiner Möglichkeiten die Berliner
Wasserbetriebe beauftragt hat.
Ziel aller Projekte ist das Erreichen der Gewässergüteklasse
2 im Spree-Havel-Flusssystem.
Nur der Tegeler See genügt bisher mit seinem Gewässerzustand
dieser guten Badewasserqualität.
Führungen können unter der Nummer des Museums angemeldet werden.
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